Kellerabteil Einbruchschutz

Kellerabteil sichern: Einbruchschutz im Mehrfamilienhaus

26. Juli 2026  ·  4 Min. Lesezeit  ·  NH-Hausmeister

Kellereinbrüche gehören zu den häufigsten Eigentumsdelikten in Mehrfamilienhäusern. Fahrräder, Werkzeug und Vorräte sind beliebte Beute — oft reichen einfache Vorhängeschlösser nicht aus. Mit der richtigen Kombination aus Technik und Organisation lässt sich das Risiko deutlich senken.

Warum Keller so beliebt bei Einbrechern sind

  • Leichte Beute: Einfache Lattenverschläge mit billigen Schlössern
  • Geringe Entdeckungsgefahr: Keller werden selten frequentiert
  • Zugang: Kellertüren oft ungesichert oder defekt
  • Wertvolle Gegenstände: Fahrräder, E-Bikes, Werkzeug

Maßnahmen: Kellerzugang sichern

Haupteingangstür zum Keller

  • Sicherheitsschloss mit Schließanlage einbauen
  • Selbstschließer montieren (Tür fällt automatisch ins Schloss)
  • Türblatt verstärken bei Holz- oder dünnen Metalltüren
  • Kellerfenster mit Gittern oder abschließbaren Griffen sichern

Einzelne Kellerabteile

  • Bügelschloss (gehärtet): Mindestens Sicherheitsstufe 7+ — kein einfaches Vorhängeschloss
  • Schlossriegel: Verschraubte Riegel statt einfacher Überfalle
  • Lattenverschläge mit Metallgitter verstärken oder ersetzen
  • Scharniere von innen montieren (nicht aushebbar)

Tipp: Investieren Sie in ein Bügelschloss mit mindestens 12 mm Bügeldurchmesser — dünnere Bügel lassen sich mit einer Bolzenschere in Sekunden knacken.

Technische Sicherung

  • Beleuchtung: Bewegungsmelder im Kellerflur
  • Kamera: Videoüberwachung am Kellerzugang (Datenschutz beachten)
  • Alarmsystem: Erschütterungssensoren an der Kellertür

Datenschutz: Videoüberwachung in Gemeinschaftsbereichen erfordert einen Beschluss der Eigentümerversammlung und eine Datenschutz-Folgenabschätzung.

Organisatorische Maßnahmen

  • Keine Tür aufkeilen — auch nicht „kurz"
  • Fremde Personen im Keller ansprechen
  • Wertgegenstände dokumentieren (Fotos, Seriennummern)
  • Regelmäßige Kontrollgänge durch den Hausmeister

Kosten

  • Gehärtetes Bügelschloss: 30–80 €
  • Sicherheitsriegel: 20–50 €
  • Schließanlage (Kellertür): 150–400 €
  • Bewegungsmelder: 20–60 €
  • Kameraanlage: 200–1.000 € je nach System

Die Rolle des Hausmeisters

Der Hausmeister prüft regelmäßig den Zustand der Kellertüren und -schlösser, meldet Defekte, kontrolliert die Beleuchtung und führt Kontrollgänge durch. Bei verdächtigen Beobachtungen informiert er Verwaltung und Polizei.

Häufige Fragen

Wie sichert man Kellerabteile im Mehrfamilienhaus?

Am wichtigsten sind ein gehärtetes Bügelschloss mit mindestens 12 mm Bügeldurchmesser, verschraubte Schlossriegel und eine gesicherte Haupteingangstür zum Keller mit Selbstschließer. Ergänzend helfen Bewegungsmelder und Kontrollgänge.

Wer zahlt den Einbruchschutz im Keller?

Die Sicherung der Haupteingangstür und der Gemeinschaftsbereiche zahlt der Eigentümer. Für die Sicherung des eigenen Kellerabteils ist der Mieter selbst verantwortlich.

Ist Videoüberwachung im Keller erlaubt?

Videoüberwachung in Gemeinschaftsbereichen ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, erfordert aber einen Beschluss der Eigentümerversammlung und die Beachtung des Datenschutzes. Ein Hinweisschild ist Pflicht.

Welches Schloss ist für ein Kellerabteil sinnvoll?

Ein gehärtetes Bügelschloss ab Sicherheitsstufe 7 mit mindestens 12 Millimetern Bügeldurchmesser – dünnere Bügel schneidet eine Bolzenschere in Sekunden durch. Dazu ein verschraubter Schlossriegel statt einer einfachen Überfalle und nach innen gesetzte Scharniere, damit sich die Tür nicht aushebeln lässt. Dünne Lattenverschläge lassen sich mit Metallgitter verstärken.

Was kostet die Sicherung eines Kellers?

Richtwerte je nach Ausführung: ein gehärtetes Bügelschloss 30 bis 80 Euro, ein Sicherheitsriegel 20 bis 50 Euro, eine Schließanlage für die Kellertür 150 bis 400 Euro, ein Bewegungsmelder 20 bis 60 Euro und eine Kameraanlage 200 bis 1.000 Euro je nach System. Die Gemeinschaftsbereiche zahlt der Eigentümer, das eigene Abteil sichert der Mieter.

Was tun nach einem Kellereinbruch?

Nichts anfassen, Polizei rufen und Anzeige erstatten. Für die Versicherung braucht es Fotos und Seriennummern der gestohlenen Gegenstände – deshalb lohnt die Dokumentation vorab. Danach Hausverwaltung und Hausmeister informieren, den Kellerzugang prüfen (defekte Tür, fehlender Selbstschließer, aufgekeilte Tür) und die Schwachstelle beheben, bevor der nächste Versuch folgt.

Wie hilft der Hausmeister beim Einbruchschutz im Keller?

Er läuft regelmäßig Kontrollgänge, prüft Kellertüren und Schlösser, achtet auf funktionierende Beleuchtung und Selbstschließer und meldet Defekte an die Verwaltung. Fremde Personen im Keller spricht er an, verdächtige Beobachtungen gibt er an Verwaltung und Polizei weiter. Aufgekeilte Türen – auch „nur kurz“ – sind die häufigste Schwachstelle, die er unterbindet.

Warum sind Keller so oft das Ziel von Einbrechern?

Weil dort wenig Aufwand auf lohnende Beute trifft: einfache Lattenverschläge mit billigen Vorhängeschlössern, Kellertüren, die ungesichert oder defekt sind, und kaum Publikum – Keller werden selten betreten, die Entdeckungsgefahr ist gering. Fahrräder, E-Bikes und Werkzeug lassen sich schnell abtransportieren und leicht weiterverkaufen.

Welche organisatorischen Regeln helfen gegen Kellereinbrüche?

Keine Tür aufkeilen, auch nicht kurz; fremde Personen im Keller ansprechen; Wertgegenstände mit Fotos und Seriennummern dokumentieren, damit Anzeige und Versicherung nicht an fehlenden Belegen scheitern; und regelmäßige Kontrollgänge, bei denen Türen, Schlösser und Beleuchtung geprüft werden. Diese Regeln gehören in die Hausordnung, damit sie für alle gelten. Technische Ergänzungen wie Bewegungsmelder im Kellerflur und Erschütterungssensoren an der Kellertür erhöhen die Entdeckungsgefahr zusätzlich.

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